War diese Veränderung die richtige Entscheidung?
Emotion trifft auf Auswanderung.

Veränderung - Auswanderung von Saskia Bülow

„Machen ist wie wollen, nur krasser“ – Auswandern zwischen Angst, Einsamkeit und Mut

Auswandern klingt nach Abenteuer, oder?
Doch was passiert, wenn die Realität Dich mit Gefühlen überrollt, mit denen Du nicht gerechnet hast?

In meinem Interview „Emotion trifft“ spreche ich mit der Wirtschaftspsychologin und Coachin Saskia Bülow, die vor wenigen Wochen in die USA – genauer nach Danbury, 90 Minuten von New York – ausgewandert ist.
Wir reden über
Einsamkeit,
Heimweh,
Kulturclashs,
Ängste bei Behörden,
das amerikanische Gesundheitssystem,
die Natur mit Bären und Kojoten

und vor allem über Mut.

Saskias Fazit: „Machen ist wie wollen, nur krasser.“

Du hörst lieber gleich das ganze Interview an?
Dann kannst Du hier in die dazugehörige Podcastfolge (ca. 47 Minuten) springen.
Hier geht es zu meinem Podcast

Auswandern in die USA

Der Traum vom Auswandern … und die harte Realität

Viele träumen davon: ins Ausland gehen, eine neue Sprache lernen, neue Kulturen erleben, endlich den großen Schritt wagen.
Diesen Traum ermöglicht zu bekommen, weil der Mann einen Job angeboten bekommt, ist dann wie ein Checkpot.
Doch Saskia sagt im Gespräch:

„Als ich in Connecticut angekommen bin, hatte ich Null Gefühl von Zuhause. Ich fühlte mich fremd.
Alles war anders: die Möbel, die Wohnung, die Kultur. Ich habe mich gefühlt wie ein Anhängsel.“

Das klingt hart und es zeigt, was viele Expats erleben. Der Traum vom Abenteuer kollidiert mit der Realität: neue Strukturen, andere Menschen, ein Leben ohne das gewohnte soziale Netz.

„Bin ich nur noch das Anhängsel?“ 

Saskia war in Deutschland eine eigenständige selbstständige Frau, Coachin, mit Präsenzräumen, eigenem Bekanntenkreis.
Nach der Auswanderung sagt sie:

„Ich bin die Frau von meinem Mann. Mein Mann ist als Expat zum Konzern gegangen. Ich bin mitgegangen. Und plötzlich war ich gefühlt nur noch dieses Anhängsel. Ich hatte niemanden außer ihn.“

Viele Frauen, die als Partnerin mit ins Ausland ziehen, erleben genau das: Die eigene Identität verschwimmt.
Man wird zur „Frau von“ oder „Mutter von“.
Die eigenen Wurzeln scheinen abgeschnitten.

Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, vorab ehrlich hinzusehen: Was brauche ich, um mich weiterhin als „Ich“ zu fühlen?

Einsamkeit – das unsichtbare Risiko beim Auswandern

Einsamkeit ist ein Thema, über das wir nicht gerne sprechen. Doch Saskia macht es im Interview ganz klar:

„Ich saß manchmal einfach auf dem Sofa und dachte: Ich bin hier völlig allein. Mein Mann war da, ja.
Aber meine Freunde, meine Familie, mein Sohn – alle 8.000 Kilometer weit weg.“

Gerade für Partnerinnen ist das ein großes Risiko: Der berufstätige Partner hat Anschluss im Job, das soziale Umfeld.
Die andere Seite steht oft allein da.

Fakt: Einsamkeit wird von Forschern inzwischen als Gesundheitsrisiko betrachtet … noch gefährlicher als Rauchen!

👉 Wenn Du also selbst über Auswandern, oder eine große Veränderung nachdenkst: Mach Dir klar, dass Einsamkeit ein echtes Thema werden kann.
Und nicht, um Dir Angst zu machen, sondern weil Du dann auf diese Situation vorbereitet bist und es Dich nicht wie ein Hammer trifft.

🎧 Jetzt reinhören in den Podcast: „Emotion trifft auf Auswanderung – Die Emotionslot(z)sin im Gespräch mit Saskia Bülow“  überall, wo es Podcast gibt. Auch bei youtube auf meinem Kanal

einsam auf den Sofa

Kulturelle Unterschiede, die sehr herausfordern können!

Der Kulturschock: Wenn „Nein“ plötzlich ein No-Go ist

Auswandern bedeutet auch: andere Kulturcodes verstehen.
In Deutschland trainieren wir, unsere Bedürfnisse klar zu äußern.
In den USA gilt das oft als unhöflich.

Saskia erzählt eine kleine Szene:

„Ein amerikanischer Freund wollte mit uns in den Zoo gehen. Ich habe direkt gesagt: Das geht für mich gar nicht.
Er war völlig geschockt. In den USA sagt man nicht Nein. Man sagt ‚amazing‘ oder ‚great‘ und lenkt dann einfach auf etwas anderes.“

Solche Unterschiede können verunsichern.
Denn plötzlich gilt das, was wir in Deutschland als ehrlich und authentisch empfinden, als zu direkt oder sogar verletzend.


Behörden & Gesundheitssystem: Ohnmacht und Angst

Einer der größten Stressfaktoren beim Auswandern in die USA: 
Behördengänge und das Gesundheitssystem.

Saskia beschreibt es so:

„Ich saß vor der Behörde und hatte Panik, etwas falsch zu machen. Was, wenn ich ihn nicht verstehe?
Was, wenn ich was Falsches sage? Ich hatte Angst, die  Job-Chance meines Mannes zu gefährden.“

Und dann das Gesundheitssystem:

  • Kleine OP in Deutschland: 1.500 Euro.
  • Gleiche OP in den USA: 35.000 Dollar.

Selbst mit Expat-Versicherung bleiben oft 7.000 Dollar Eigenanteil.
Eine Notaufnahme kann Dich finanziell ruinieren.

„Wenn es ernst wird, will ich sofort nach Deutschland fliegen. Hier fühlt sich Gesundheit unsicher an.“


Natur-Abenteuer in Connecticut: Bären, Kojoten und Zecken

Was viele beim Auswandern in die USA romantisch finden – Wälder, Seen, Wildnis – bringt auch Herausforderungen.

„Hier gibt es Schwarzbären, Kojoten, giftige Schlangen und sogar Schnappschildkröten. Beim Wandern muss man echt aufpassen.“

Und nicht zu vergessen: die Zecken.
Sie übertragen Krankheiten, die in den USA oft schlecht diagnostiziert werden.
Ein weiteres Beispiel dafür, dass Auswandern auch Unsicherheiten mit sich bringt, die man vorher nicht auf dem Schirm hat.

Gesundheitssystem USA

Was Du beachten solltest, bevor Du Dich ins Abenteuer stürzt.

Einer der Sätze, die mir im Gespräch mit Saskia am meisten hängen geblieben sind:

„Ich hätte vorab einen Öko-Check machen sollen. Die zukünftige Situation durchgehen:
Was nährt mich? Und was wird mir fehlen?“

Stattdessen hat sie Ja gesagt, ohne groß zu reflektieren.
Erst auf dem Sofa, allein und weinend, wurde ihr klar, was ihr fehlt:

  • das eigene Netzwerk
  • die vertraute Umgebung
  • die deutsche Direktheit
  • das Gefühl, eine eigenständige Identität zu haben

👉 Wenn Du also eine große Veränderung planst, mach auf alle Fälle einen Öko-Check vorher.

Der Wendepunkt: aktives Netzwerken statt Sofa-Einsamkeit

Zum Glück blieb Saskia nicht lange im Loch stecken.
Sie hat gehandelt.

Ihre Lösung: Ein Post in der Facebook-Gruppe Weltfrauen.
Das Ergebnis:

  • 68 Antworten
  • 12 Kontakte in der Nähe
  • der erste Brunch in Manhattan

„Das war der Moment, in dem ich wieder gespürt habe: Ich bin nicht allein.“

Das zeigt: Auch wenn es schwerfällt: aktives Netzwerken ist der Schlüssel.

Mut heißt nicht angstfrei zu sein! Mut heißt es trotzdem zu machen.

Viele glauben, Mut bedeutet, keine Angst zu haben. Saskia sagt klar:

„Mut ist machen – trotz Angst. Machen ist wie wollen, nur krasser.“

Dieser Satz ist nicht nur ein Motto für Auswanderinnen, sondern für jede große Veränderung im Leben.

Die Angst wird da sein. Doch sie darf nicht am Steuer sitzen und die Richtung bestimmen.

Deine Learnings, wenn Du selbst über eine große Veränderung, wie Auswandern nachdenkst.

Saskias Geschichte zeigt eindrücklich, worauf es ankommt, wenn Du selbst ins Ausland gehst oder gerade eine andere große Veränderung planst:

  1. Mach Deinen Öko-Check vorab.
    Schreib auf: Was nährt Dich? Was fehlt Dir? Was könnte schwer werden?
  2. Plane Dein Netzwerk aktiv.
    Communities, Online-Gruppen, Meetups, alles schon vorab suchen.
  3. Schaff Dir emotionale Anker.
    Ein Lieblingsbecher, ein vertrautes Bild, ein Song … kleine Dinge geben Geborgenheit.
  4. Rechne mit Kulturclashs.
    Sie kommen sicher. Offenheit hilft mehr als Frust.
  5. Sei vorbereitet auf Behörden & Gesundheit.
    Informiere Dich vorab, hole Dir Tipps, und plane Rücklagen ein.

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Fazit – Auswandern ist Abenteuer & Prüfung zugleich

Saskia sagt:

„Ich bin mir sicher, dass ich in zwei Jahren ein neuer Mensch bin.
Reifer, klarer und mutiger.“

Auswandern ist kein reines Abenteuer. Es ist eine Prüfung, für Deine Identität, Dein Vertrauen, Deine Beziehungen.
Doch es schenkt Dir auch Wachstum, neue Perspektiven und die Erkenntnis:

Mut bedeutet machen.

Wenn Dich diese Themen berühren,  hör Dir unbedingt unser Gespräch an.
Wir gehen noch tiefer rein:

  • Warum amerikanische Behörden so respekteinflößend sind
  • Welche sprachlichen No-Gos zu echten Fettnäpfchen führen
  • Wie es sich anfühlt, wenn plötzlich Bären und Kojoten vor der Haustür leben
  • Warum Du in den USA nicht „einfach so“ zum Arzt gehst
  • Und natürlich: Wie Saskia trotz all der Ängste neue Verbundenheit gefunden hat

👉 Podcastfolge: Emotion trifft auf Auswanderung
🎧 Die Emotionslot(z)sin im Gespräch mit Saskia Bülow

Teile die Folge gerne mit jemandem, der gerade selbst über Auswandern oder eine große Veränderung nachdenkt.

Tina auf ihrem Podcastsofa

Ich freue mich, wenn dich unsere Worte ein wenig inspirieren konnten und spring gerne für tiefere Impulse zu allen Themen rund um Emotionen, Selbstvertrauen und die eigene Wahrheit, in meinen Podcast.
Du findest dort natürlich auch weitere Interviews zu Themen rund um „Emotion trifft“ kannst du in meinem Podcast anhören. Abonniere gerne meinen Kanal, wenn Du keine Folge mehr verpassen willst.

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 Hab eine gute Zeit, bis wir uns wiederlesen.

Bleib emotional immer in Balance.

Deine Tina