Loslassen: Wie du alte Muster sprengst und wieder in deine Kraft kommst
Etwas Los-Zu-Lassen kann ganz schön unsicher machen.
„Ich vertraue darauf, dass alles, was geht, Platz macht für etwas Besseres.“
Loslassen.
Ein Wort, das leicht gesagt, aber schwer gelebt ist.
Gerade für viele Unternehmerinnen, Solopreneurinnen und Frauen, die Menschen begleiten, ist das Thema eine emotionale Herausforderung.
Denn wer Verantwortung trägt, verliert sich oft in Kontrolle, Verpflichtung und dem Wunsch, alles „richtig“ zu machen.
Dabei wäre das größte Geschenk an sich selbst:
Sich von etwas zu lösen, was nicht mehr stimmig ist und ausbremst.
In diesem Beitrag möchte ich dich mitnehmen in ein Thema welches oft diskutiert wird.
Manche sagen, es ist Quatsch immer etwas loslassen zu müssen, ich behaupte es kommt auf das WIE! an.
Nur zu sagen, Du musst loslassen und keine Lösung mit anzubieten, wie das gehen soll, ist absoluter Blödsinn.
Es macht die Person, die sowieso schon mit etwas zu kämpfen hat, nur noch unsicherer.
Also lasst uns das Thema mit einer gewissen Leichtigkeit, als Angebot sehen und nicht als „Du musst“.
Du musst nämlich schon mal gar nichts!!! 🙂
Ich spreche
– über alte Muster, die dich kleinhalten,
– darüber, warum Loslassen so schwerfällt,
– wie du den ersten Schritt gehst und
– wie du durch bewusstes Loslassen neue Energie, Klarheit und innere Freiheit findest.
Und eine Meditation + Reflektionsfragen bekommst du noch mit dazu.
Bereit?
Dann lass uns loslegen. 🙂
Und falls du lieber hörst, dann kannst Du hier in die dazugehörige Podcastfolge springen. Hier geht es zu meinem Podcast
Warum Loslassen manchmal so wehtut – und trotzdem heilsam ist
Loslassen hat nicht den besten Ruf.
Viele verbinden damit Scheitern, Verlust oder Versagen.
Aber Loslassen ist nichts davon.
Loslassen ist ein Akt von Selbstachtung und innerer Reifung.
Und doch: Es tut weh. Warum?
Weil wir Menschen Bindungswesen sind.
Wir verknüpfen Erlebnisse, Beziehungen und sogar alte Glaubenssätze mit unserer Identität.
„Wenn ich das loslasse, verliere ich ein Stück von mir.“
Dieser Gedanke ist menschlich.
Und trotzdem stimmt er nicht.
Loslassen bedeutet nicht, etwas zu verlieren.
Es bedeutet, dich selbst zurückzugewinnen.
Und Raum für Neues zu schaffen!
Alte Muster erkennen: Was trägst du noch mit dir herum?
Bevor du etwas loslassen kannst, musst du erkennen, was du eigentlich festhältst, oder ich sage oft, was dich noch festhält.
Oft sind es nicht konkrete Dinge, sondern:
- Ein altes zerstörerisches Selbstbild aus der Kindheit
- Eine lieblose Beziehung, die dich emotional nicht mehr nährt
- Ein innerer, verletzender Satz wie „Ich bin nicht gut genug“
- Ein unerklärliches Verhalten, das früher geschützt hat, heute aber hemmt
- Ein Job der dir morgens schon Magenschmerzen bereitet, obwohl du noch nicht mal aufgestanden bist.
Viele dieser Muster wirken unterschwellig, unbewusst.
Sie sind wie Kaugummi unter dem Schuh:
Du merkst, dass du nicht vorankommst, weißt aber nicht warum.
Reflexionsübung:
Stelle dir folgende Fragen und schreibe deine Antworten handschriftlich auf:
- Was in meinem Leben fühlt sich schwer, blockierend oder ausbremsend an?
- Wo reagiere ich immer wieder gleich, obwohl ich mir Veränderung wünsche?
- Gibt es einen Satz, der sich immer wieder wie ein Echo in mir meldet?
Allein das Erkennen kann schon eine kleine innere Befreiung sein.
Der Mythos vom „plötzlichen“ Loslassen
Viele warten auf DEN Moment.
Auf ein Gefühl von Klarheit, ein Zeichen, ein Gespräch, das alles ändert.
Aber Loslassen ist oft kein plötzlicher Zustand.
Es ist ein Prozess.
Ein liebevolles Abtragen von Schichten, die du irgendwann angezogen hast, um zu überleben, zu gefallen, dich sicher zu fühlen.
Es ist in Ordnung, wenn du Zeit brauchst.
Loslassen bedeutet nicht, kalt zu werden oder gleichgültig.
Es bedeutet, dich selbst wieder ernst zu nehmen. Zu fragen:
„Brauche ich das wirklich noch?“
Warum wir an Dingen festhalten, die uns nicht guttun
- Kontrolle: Wir halten fest, weil es vertraut ist. Selbst wenn es weh tut, ist es immerhin bekannt. Wer weiß, was nachkommt?
- Schutz: Manche Muster waren einmal lebenswichtig. Heute hindern sie dich vielleicht daran, in deine volle Kraft zu kommen. (Oh das kenne ich zu gut … )
- Loyalität: Du willst niemanden enttäuschen. Doch was, wenn du dich selbst ent-täuschst, weil du bleibst?
Ein Satz zum Mitnehmen:
„Loslassen bedeutet JA zu mir zu sagen“
Die innere Kraft des Loslassens
Wenn du loslässt, geschieht mehr als nur Verzicht.
Du öffnest Raum.
Du atmest.
Du findest zurück in Verbindung mit dir.
Und vielleicht spürst du dann:
- Mehr Klarheit
- Neue Energie
- Ein Gefühl von innerer Weite
Das ist kein Zufall. Denn festhalten bindet Energie. Loslassen befreit sie.
Eine Meditation zum Loslassen für dich
Diese kleine Imaginationsreise kannst du dir selbst in einem ruhigen Moment schenken.
Tipp: Du kannst sie auch von mir gesprochen, in meinem Podcast zu diesem Blog, genießen. Hier klicken
Anleitung:
- Setze dich bequem hin. Schließe die Augen. Atme tief ein und aus.
- Stell dir vor, du stehst an einem ruhigen, klaren Fluss.
- Du trägst einen Rucksack. In ihm: All die Dinge, die dich beschweren.
- Du nimmst einen dieser „Steine“ heraus. Lies, was draufsteht.
- Bedanke dich für seinen Dienst. Und dann leg ihn liebevoll ins Wasser.
- Sieh zu, wie er davongetragen wird. Atme. Spüre. Sei da.
Diese Übung kannst du immer wieder machen.
Es ist ein sanftes Ritual für deine Herzheilung
.
5 konkrete Schritte, wie du heute anfangen kannst loszulassen
- Sprich es aus. Formuliere laut, was du loslassen willst. Worte haben Macht.
- Finde ein Ritual. Schreiben, verbrennen, dem Wind übergeben: Rituale geben dem Unsichtbaren Form.
- Erlaube dir die Leere. Sie ist nicht dein Feind. Sie ist ein Raum für Neues.
- Rede mit jemandem. Loslassen braucht manchmal ein Gegenüber, das dich hält.
- Feiere deinen Mut. Jeder Schritt zählt. Du bist mutiger, als du denkst.
Was entsteht nach dem Loslassen?
Nicht immer sofort etwas Neues.
Und das ist gut so.
Denn Leere ist nicht „nichts“.
Leere ist der Nährboden für das, was wirklich zu dir passt.
Die meisten haben Angst vor dem Loslassen, was absolut verständlich ist … wir haben ja gar keine Ahnung was danach auf uns wartet, oder?
Was ist wenn es noch ätzender wird?
Was ist, wenn der nächste Partner noch mehr Macken hat?
Was ist, wenn die Kollegen bei der neuen Arbeit auch so negativ sind?
Was ist, wenn der neue Weg gar nicht zu schaffen ist?
Viele Fragen die in einem nagen können!
Aber ich kann dir aus tiefstem Herzen und langjähriger Erfahrung sagen:
Loslassen ist kein Ende, sondern ein Anfang.
Es ist der stille Neubeginn einer tieferen Wahrheit:
„Ich darf sein, wie ich bin. Und ich darf loslassen, was mich davon abhält.“
Mein Fazit für dich
Du darfst gehen lassen, was dich klein hält
Vielleicht fühlt sich das Loslassen für dich an wie klebriger Kaugummi. Vielleicht hast du schon oft versucht, etwas loszuwerden, das sich immer wieder zeigt. Das ist okay.
Du musst nicht alles heute schaffen.
Du musst da nicht alleine durch.
Aber du kannst heute beginnen.
Mit einem Gedanken.
Mit einem Wort.
Mit einem Atemzug.
Ich sehe dich. Ich sehe deinen Weg. Und ich glaube fest daran:
Du darfst leicht sein.
Du darfst frei sein.
Du darfst du selbst sein.
Und alles, was geht, macht Platz für etwas Besseres.
Ich freue mich, wenn dich meine Worte ein wenig inspirieren konnten und spring gerne für tiefere Impulse zu allen Themen rund um Emotionen, Selbstvertrauen und die eigene Wahrheit, in meinen Podcast.
Hier geht es zu meinem Podcast
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Deine Tina




