Angst und Scham im Verkauf – im Gespräch mit Verkaufstrainerin Jenni
„Ich bin keine Verkäuferin“ – der meist genannte Satz von Frauen, wenn es um Verkauf der Leistungen geht.
Verkaufen löst kaum irgendwo so viele Emotionen aus wie bei Frauen, die mit ihrem Herzensbusiness sichtbar werden wollen.
Sie lieben ihre Arbeit, ihre Kundinnen, ihre Inhalte, aber sobald es um Akquise, Verkaufsgespräche oder Preise geht, tauchen plötzlich Angst, Scham und innere Blockaden auf.
In diesem Interview spreche ich mit Verkaufstrainerin Jenni Neubacher offen darüber, wie Angst und Scham im Verkauf entstehen, warum reine Strategien oft nicht reichen und was hilft, um deinen eigenen Weg zu finden.
Du hörst lieber gleich das ganze Interview an?
Dann kannst Du hier in die dazugehörige Podcastfolge (ca. 39 Minuten) springen.
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Verkaufen triggert Emotionen – Warum eigentlich?
Frage:
Tina, Jenni, ihr sagt beide: Verkauf triggert kaum etwas so sehr wie unsere Emotionen. Woran liegt das?
Tina:
Wenn ich mich mit meinem Angebot zeige, zeige ich immer auch ein Stück von mir.
Im Verlag früher habe ich Produkte verkauft, die dem Verlag gehört haben. Als ich mein Herzensbusiness zu 100 % in den Vordergrund gestellt habe, musste ich plötzlich mich, meine Arbeit, meine Persönlichkeit und meine Haltung verkaufen.
Für viele Frauen ist das extrem verletzlich.
Plötzlich sind alte Sätze da wie:
„Ich darf nicht stören.“
„Wer will mich denn schon buchen?“
„Es gibt doch schon so viele da draußen.“
Das sind nicht nur Gedanken, das sind emotionale Spuren, oft aus Familie, Schule oder früheren Erfahrungen.
Und die melden sich beim Verkaufen sehr laut.
Jenni:
Und dann kommt noch dazu, dass Verkaufen schnell mit Druck verwechselt wird. Viele denken an aufdringliche Verkäufer:innen, an Manipulation, an „jemandem was aufschwatzen“.
Wenn du gleichzeitig ein großes Herz hast und anderen wirklich dienen willst, prallt das innerlich aufeinander:
„Ich will helfen – aber ich will nicht so sein.“
Das ist eine perfekte Mischung für Angst, Scham und Vermeidung.
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Emotionen im Verkauf – wie zeigt sich das im Business-Alltag?
Frage:
Wie zeigt sich diese Angst und Scham im Verkauf konkret? Woran erkenne ich, dass da mehr dahinter steckt als „keine Zeit“ oder „keine Lust auf Akquise“?
Jenni:
Ein Klassiker:
Du hast alles vorbereitet … dein Angebot steht, du hast vielleicht eine Launch-Strategie gemacht, Social Media bespielt und dann kommt der Punkt in deinem Plan:
„Jetzt persönlich einladen. DMs schreiben. Follow-ups machen.“
Und plötzlich ist dein Tag voll.
Du hast unglaublich viel zu tun. Wäsche, Kinder und Mails. Alles wirkt wichtiger als dieser eine Schritt: aktiv auf Menschen zuzugehen.
Das ist unsere innere Bremse, die sogenannte unsichtbare Angst. Sie sagt nicht laut „ich habe Angst“, sondern sie sorgt dafür, dass du einfach nicht ins Handeln kommst.
Tina:
Ich nenne das gern die „Katzenklappe-Szene“:
Die Katze spreizt sich mit allen vier Pfoten vor die Klappe, wenn es in den Schnee gehen soll und weigert sich, durchzugehen.
Viele meiner Kundinnen erleben genau das:
Sie wissen, dass der nächste Schritt dran ist.
Sie haben „eigentlich“ alles, was sie brauchen.
Aber innerlich ist da eine Stimme die „Nein“sagt.
Dann kommt Scham dazu:
„Ich kriege es nicht hin.“
„Mit mir stimmt was nicht.“
„Alle anderen schaffen das … nur ich nicht.“
Und dann wird es richtig schwer. Denn dann ist nicht nur das Verkaufen ein Thema, sondern auch das eigene Selbstbild.
100 Neins für ein Ja – normal oder Katastrophe?
Frage:
Ihr sprecht davon, dass 100 Neins für ein Ja in der Kaltakquise normal sein können. Das klingt hart. Wie geht man emotional damit um?
Jenni:
Wenn wir von echter Kaltakquise sprechen – also Menschen, die dich und dein Business noch gar nicht kennen – ist es tatsächlich so:
Bis zu 100 Neins für ein Ja sind absolut im normalen Bereich.
Das Problem ist, dass viele Frauen jedes Nein als Urteil über sich selbst interpretieren:
„Ich bin schlecht.“
„Mein Angebot ist nichts wert.“
„Ich kann das einfach nicht.“
Dabei ist ein Nein oft nur ein:
„Jetzt gerade nicht.“
„Ich habe gerade keinen Kopf dafür.“
„Ich verstehe noch nicht genau, was du machst.“
Wenn du Neins lernst als Teil des Prozesses zu sehen, wird es leichter. Jedes Nein ist ein Hinweis, von dem du lernen kannst:
War ich klar genug?
Habe ich die richtige Person angesprochen?
War das Timing stimmig?
Tina:
Und emotional ist wichtig:
Viele Neins aktivieren alte Verletzungen, z.B. Ausgrenzung, Kritik, Abwertung.
Da geht innerlich das alte Programm an:
„Wenn ich abgelehnt werde, bin ich nicht sicher. Ich gehöre nicht dazu.“
Im Emotionscoaching schauen wir uns genau diese Spur an.
Wir arbeiten nicht nur mit dem aktuellen Nein, sondern mit dem Gefühl, das dahinter liegt, oft eine alte Verletzung, Angst, Scham, Hilflosigkeit.
Wenn diese emotionale Ladung sich löst, kannst du Neins viel gelassener nehmen. Dann wird es zu:
„Okay, wieder eins abgehakt. Das bringt mich näher zu meinem Ja.“
Templates im Verkauf – Hilfe oder Falle?
Frage:
In eurem Gespräch sprecht ihr über Templates und Verkaufsschablonen. Wo helfen sie und wo blockieren sie?
Jenni:
Templates können am Anfang sehr hilfreich sein.
Wenn eine Kundin zu mir kommt und sagt:
„Ich habe keine Ahnung, wie ich ein Gespräch eröffnen oder jemanden einladen soll“, dann ist es entlastend, erstmal einen Satz zu bekommen, den sie sich leihen darf.
Aber:
Wenn ich mich starr an fremde Sätze klammere, ohne sie an meine Sprache anzupassen, wirkt es künstlich. Und das spüren sowohl du als auch dein Gegenüber.
Deshalb sage ich immer:
„Nimm den Satz als Startpunkt und finde dann deine eigene Version davon.“
Tina:
Problematisch wird es, wenn Programme sagen:
„Du MUSST es genau so machen, sonst funktioniert es nicht.“
Das ist wie eine Schablone, die über alle drübergelegt wird.
Für viele Frauen fühlt sich das wie Verrat an der eigenen Persönlichkeit an.
Im Emotionscoaching sehe ich oft, dass diese Überstülp-Templates die Selbstzweifel verstärken.
„Ich kann mich darin nicht wiederfinden, also bin ich falsch.“
Ein gesunder Weg wäre für dich:
Tools und Strukturen als Orientierung nutzen und gleichzeitig immer wieder fragen:
„Wie fühlt sich das für mich an?“
„Wie würde ich das sagen?“
„Passt das zu meinen Werten und meiner Art?“
Jenni und Tina:
In unserem neuen Programm
„SALES EMOTION“ – Die etwas ANDERE Akquise Mastermind
arbeiten wir mit den Frauen live in 6 Calls, gehen auf Verkaufsskills, emotionale Blockaden und ganz wichtig … die Umsetzung ein.
Mit der besten Energie 2026 deinen erfolgreichen Kundengewinnungsbooster aktivieren.
Start Februar 2026
Hier geht es zu mehr Info: SALES EMOTION
Emotionen regulieren: Wie geht das ganz praktisch?
Frage:
Tina, du arbeitest mit Emotionscoaching. Was bedeutet das in Bezug auf Angst und Scham im Verkauf?
Tina:
Wir schauen uns in unserem neuen Programm nicht nur die Tools für den Verkauf an, sondern auch die Emotionen, die damit verknüpft sind:
- Angst vor Ablehnung
- Scham, sichtbar zu sein
- Hilflosigkeit („Ich weiß, was ich tun sollte, aber ich kriege es nicht hin“)
- Ohnmacht oder Überforderung
Mit Methoden wie emTrace® arbeiten wir gezielt an diesen emotionalen Spuren.
Das kann bedeuten, dass wir in eine konkrete Situation gehen, z.B. ein unangenehmes Verkaufsgespräch oder eine Absage, oder zu einer älteren Erfahrung, die sich ähnlich anfühlt.
Wir lösen die emotionale Ladung, stärken Ressourcen … ich nenne sie gern die „inneren Superkräfte“ … und integrieren Anteile, die da noch Angst machen.
Danach erleben viele Frauen:
„Es fühlt sich plötzlich leichter an.“
„Ich kann den Schritt gehen, ohne dass mein System komplett in Alarm geht.“
Das ist keine Magie, das ist emotionale Annahme und Selbstregulation.
👉 Podcastfolge: Angst und Scham im Verkauf
🎧 Die Emotionslot(z)sin im Gespräch mit Jenni Neubacher
Teile die Folge gerne mit jemandem, der gerade selbst mit dem Thema Verkauf kämpft.
Skills & Emotion – was kommt zuerst?
Frage:
Eine spannende Frage: Erst Mindset und Emotionen oder erst Verkaufsskills und Strategie?
Jenni:
Beides bedingt sich gegenseitig.
Wenn ich nur am Mindset arbeite, aber keine Ahnung habe, wie ein Verkaufsgespräch aufgebaut ist, bleibe ich trotzdem unsicher.
Wenn ich nur Skills lerne, aber meine Angst und Scham nicht anschaue, komme ich nicht ins Tun oder breche schnell wieder ab.
Jenni und Tina:
Deshalb war für uns auch klar:
Es braucht Räume, in denen beides gleichzeitig da sein darf.
Du lernst bei uns, wie du Kundinnen ansprichst, wie du eine Strategie aufbaust, wie du Follow-ups machst und gleichzeitig darfst du sagen:
„Ich habe gerade Herzklopfen.“
„Ich schiebe das Thema seit Wochen.“
„Da kommt Scham hoch.“
Und wir gehen dann nicht mit Sprüchen drüber wie „Das wird schon noch“, sondern schauen hin, regulieren und stärken.
Hier gibt es noch mehr Info:
👉 Podcastfolge: Angst und Scham im Verkauf
Du kennst jemanden, die gerade mit dem Thema Akquise auf Kriegsfuss ist, dann teile die Folge gerne und erzähle von unserem Programm.
SALES EMOTION – die etwas ANDERE Akquise-Mastermind
Frage:
Ihr habt aus all diesen Erfahrungen ein gemeinsames Programm entwickelt. Was steckt hinter „SALES EMOTION“?
Jenni:
„SALES EMOTION“ ist unsere etwas ANDERE Akquise-Mastermind für Frauen, die wissen:
Ich habe ein gutes Angebot.
Ich kenne meine Zielgruppe.
Aber … ich komme einfach nicht so in die Umsetzung im Verkauf, wie ich es mir wünsche.
Wir arbeiten über mehrere Wochen gemeinsam daran,
- eine individuelle Verkaufsstrategie aufzubauen, die zu dir und deinem Alltag passt
- deine Akquise in konkrete Schritte runterzubrechen
- Verkaufsgespräche klar und selbstbewusst zu führen
- Neins einzuordnen, ohne daran zu zerbrechen
Tina:
Und ich nehme parallel immer wieder die emotionale Ebene mit rein:
- wir schauen auf Angst, Scham, Zweifel und Selbstsabotage
- wir lösen innere Blockaden und alte Glaubenssätze
- du bekommst Selbstcoaching-Tools an die Hand, mit denen du dich auch nach dem Programm regulieren kannst
Uns war wichtig:
Es ist keine „Hau rein, mehr, mehr, mehr“-Mastermind.
Sondern ein Raum, in dem du wirklich deinen Weg im Verkauf findest … mit Standing, mit Herz und mit Klarheit.
Jenni und Tina:
Mit uns bekommst du über 46 Jahre Verkaufserfahrung, die wir gerne mit dir teilen.
Die Umsetzung ist natürlich auch ein sehr wichtiger Punkt, denn wir wissen:
Wir sind Wissensriesen, aber Umsetzungszwerge, oder 😉
Daher haben wir für diese Phase auch noch etwas eingeplant.
Zusätzlich haben wir auch noch eine Community zum Austausch vorbereitet.
Mein Fazit für dich: Du musst keine „geborene Verkäuferin“ sein
Viele Frauen glauben, sie seien einfach nicht für Verkauf gemacht.
Die Wahrheit ist:
Wir alle haben schon als Kinder „verkauft: mit einem Augenaufschlag das Eis herausgehandelt, mit leuchtenden Augen unsere Ideen verkauft.
Angst und Scham im Verkauf sind keine Zeichen von Schwäche.
Sie sind ein Hinweis darauf, dass alte Geschichten und Emotionen noch mit vom Tisch sind.
Wenn du bereit bist, dir das anzuschauen, darf Verkaufen wieder leichter, ehrlicher und deins werden.
Sei mutig und bring deine PS endlich auf die Straße und hole deine wertvollen Produkte und Leistungen aus der Schublade.
Neugierig?
Dann schau mal hier:
Komm am 10.12.25 um 19.00 Uhr zu unserem Live Call für mehr Info und deine Fragen.
Hier ist der Zoomlink: https://us02web.zoom.us/j/83763781624
Oder buche dir bei mir ein kostenfreies Gespräch, bei dem wir alle Antworten für deine Fragen finden.
Ich freue mich, wenn dich unsere Worte ein wenig inspirieren konnten und spring gerne für tiefere Impulse zu allen Themen rund um Emotionen, Selbstvertrauen und deine eigene Wahrheit, in meinen Podcast.
Du findest dort natürlich auch weitere Interviews zu Themen rund um „Emotion trifft“ kannst du in meinem Podcast anhören. Abonniere gerne meinen Kanal, wenn Du keine Folge mehr verpassen willst.
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Hab eine gute Zeit, bis wir uns wiederlesen.
Bleib emotional immer in Balance.
Deine Tina



